Team Robolution am WRO Weltfinale 2025 in Singapur
Ein Jahr voller Mut, Innovation und wertvoller Erfahrungen
Mit einem selbst entwickelten Roboter, unzähligen Trainingsstunden und Schweizer Meistertitel im Gepäck reiste Team Robolution im November 2025 ans Weltfinale der World Robot Olympiad nach Singapur. Der Weg dorthin war intensiv und voll mit Erlebnissen und Erfahrungen.

Ein mutiger Schritt: Der erste selbst entwickelte Roboter
Die Saison 2025 der WRO war eine besondere: Erstmals waren neben LEGO auch andere Materialien zugelassen. Für Quirin und Mael war das der Startschuss für ein ambitioniertes Projekt und zwar den Bau eines komplett eigenen Roboters.
Der Entscheid bedeutete für die beiden Jungs:
- Jedes Wochenende arbeiten
- Viele Ferienwochen investieren
- Freie Zeit für Konstruktion, Elektronik und Software opfern
- Parallel weiterhin den LEGO-Roboter für die Saisonwettbewerbe betreuen
Der Aufwand zahlte sich aus für die beiden. Mit dem LEGO-Roboter gewann Robolution den Regionenwettbewerb Brugg/Windisch und wurde Schweizer Meister 2025. Gleichzeitig entstand der Custom-Roboter, der rechtzeitig zur WM bereitstand.
Die Reise nach Singapur: Ein Erlebnis für alle Sinne
Am 22. November 2025 landete das Team in Singapur und erlebte die Tage vor dem Wettbewerb als Teil der Schweizer Delegation. Folgendes stand auf dem Programm:
- Sightseeing-Tour durch die Stadt
- Besuch der Universal Studios
- Einblick in die lokale Natur im Wetland Reserve
- Begegnungen mit Krokodilen, Affen und exotischen Tieren
Diese Erlebnisse schweissten das Team weiter zusammen und boten eine wertvolle Abwechslung vor dem Wettkampfstress.
Trainingstag: Ein perfekter Start
Der Mittwoch diente dem Einrichten und Feintuning.
Das Ergebnis war genial: Volle Punktzahl und die fünftschnellste Zeit! Das war ein starkes Signal zum Start hin.
Die Opening Ceremony am Abend markierte den offiziellen Start des Weltfinals.

Wettkampftag 1: Zweitbester der Welt
Der erste Tag hielt eine knifflige Zusatzaufgabe bereit, die Robolution gut meisterte.
Die drei Läufe:
1. Fast volle Punktzahl, jedoch funktionierte eine Klappe nicht.
2. 0 Punkte, denn der Custom-Roboter startete nicht
3. Volle Punktzahl, zweitbeste Zeit! Eine perfekte Performance also.
Für die beiden Jungs bedeutete das Rang 2 nach Tag 1 und damit einen historischen Erfolg mit der besten Tagesplatzierung ihrer Karriere.
Die Friendship Night rundete den Abend ab mit einem spannenden Austausch, vielen Fotos und internationalen Kontakten.
Wettkampftag 2: Neue Aufgabe, neuer Druck
Der zweite Tag verlangt den Teams, jedes Jahr aufs Neue, alles ab. Denn es gab:
- eine völlig neue, komplexe Aufgabe
- nur wenig Testzeit
- viel Improvisation, Stress und Spontanität
Durch lange Wartezeiten waren Testläufe rar. Im entscheidenden Moment passierte Robolution ein kleiner Fehler, der eine grosse Auswirkung hatte. Der Roboter verklemmte sich und musste stoppen.
Der Fehler widerspiegelte sich im Resultat: Etwa halbe Punktzahl, Schlussrang 13.
Für ein Team mit komplett eigenem Roboter eine enorme Leistung – denn alle anderen Teams setzten weiterhin auf LEGO-Systeme.

Emotionen nach dem Wettbewerb
Natürlich war die Enttäuschung zuerst spürbar. Nach einem grossartigen ersten Tag waren die Erwartungen hoch.
Doch:
- Das Team hat Unmögliches möglich gemacht.
- Es hat als einziges Team weltweit einen eigenen Roboter eingesetzt.
- Es hat eine komplette Saison mit zwei Systemen bestritten.
- Es hat enorm viel gelernt, sowohl technisch, mental als auch strategisch.
Robolution blickt bereits nach vorne:
2026 wird altersbedingt ihr letztes WRO-Jahr und dafür haben sie grosse Pläne.
Mehr Fokus auf die Tagesaufgaben, effizientere Testmethoden, optimierte Software. Die Vorbereitungen laufen bereits jetzt schon.
Ein grosses Kompliment von uns
Wir von der Kaiser engineering GmbH sind super stolz darauf, dieses aussergewöhnliche Team auch weiterhin unterstützen zu dürfen.
Euer Mut, eure Hartnäckigkeit und eure Leidenschaft inspirieren und zwar weit über die Robotik hinaus.
Wir freuen uns auf eure Reise 2026!
